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Ankündigung:

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Lesung:

Ein außerordentlich zahlreiches Publikum fand sich im BuchCafé, Münchenstein-Gartenstadt zur monatlichen Lesung des IL-Verlages ein. Offensichtlich interessiert die Thematik Wandel und Aufbau in Sibirien die Menschen hier im Westen.
Punkt elf Uhr begann der Autor des Büchleins Beryosa - die Birke mit seinem Diavortrag, der in vier Bildersequenzen, die jeweils durch das gekonnt aufspielende Trio Jürg-Georg Müller (Region Nordwestschweiz) unter durch russische Volksmusik untermalt wurde. Die Musik war derart einfühlsam gespielt, dass die Stimmung der sibirischen Landschaft und der darin lebenden Menschen greifbar dicht wurde.
Peter Marti, von Beruf Logistiker, erzählte, wie er seine mehr dem Materiellen zugwandten Fähigkeiten, durch die Lebenszufälle, die ihn zuerst an den Baikalsee und dann nach Irkutsk führten, in den Dienst der äußerste seelische Not leidenden Familien mit behinderten Kindern stellen konnte. In eindrücklicher Weise konnten die Zuhörer nacherleben, wie aus zerfallenden Militärlagern aus der Sowjetzeit langsam neue kleine Dörfer oder Dorfteile wuchsen, in den Schulen, Wohngruppen, Bauernbetriebe und Handwerk entstanden. Dies ergab einen neuen Sinn in einer Zeit, in der die Hoffnungslosigkeit des Dahinvegetierens ohne Arbeit und der Ächtung der vom Schicksal benachteiligten Kinder mutlos und den Alkohol zum Tröster machte.
Durch die Initiativkraft einiger sibirischer Mütter, die sich gegen diese Gegebenheiten auflehnten und der Hilfe westlicher Berater und Mitstreiter konnte die Not über viele unüberwindlich scheinende Hindernisse hinweg, gelindert und in Hoffnung umgewandelt werden.
Die von dieser Mitmenschlichkeit ergriffenen Gäste der Lesung harrten weit über die der Lesung zugemessene Zeit hinaus aus und freuten sich an den wunderschönen Bildern aus Sibirien und an der stimmungsvollen Musik.
Das Büchlein Beryosa - die Birke, das diese Entwicklung durch viele Artikel von an dem Projekt Talisman in Irkutsk arbeitenden Menschen enthält, war am Schluss so begehrt, dass beinahe alle vorhandenen Exemplare einen zufriedenen Besitzer fanden.
Der Erlös, der durch den Verkauf des Büchleins erzielt wird, geht weder an den Herausgeber, Peter Marti, noch an den IL-Verlag, sondern an die Initiative in Irkutsk.
©Sb |